Skip to main content

Mangold – lecker und gesund

Urheber: sonyakamoz

Was ist eigentlich Mangold? Bei Mangold handelt es sich um eine Gemüsepflanze, die vor allem im deutschschweizerischen Bereich auch als „Krautstiel“ bekannt ist. Streng genommen ist Mangold eine Kulturform der Rübe und daher mit…:

  • der Zuckerrübe
  • der Futterrübe
  • der Roten Rübe

verwandt. Außerdem stammt der Mangold ursprünglich von der Wilden Rübe oder dem See-Mangold ab.  Mit seinen bis zu 30 Zentimeter langen Blättern ähnelt der Mangold optisch eher dem Spinat. Anhand der Blattform, -art bzw. –farbe lassen sich die unterschiedlichen Sorten erkennen. So unterscheiden wir hier zwischen runzeligen, glatten, gelben, hellen oder sogar dunkelroten Blättern,… um nur ein paar Unterschiede zu nennen.

Der Mangold wird grundsätzlich in zwei bekannte Kulturformen, die sich wiederrum in diverse Unterarten, Varietäten oder Formen einstufen lassen, aufgeteilt.

Welche Mangold-Sorten gibt es?

Stiel- oder Rippen-Mangold: Der Stiel- oder Rippen-Mangold wird umgangssprachlich auch oft als „Spargel des armen Mannes“ bezeichnet, tritt aber immer weiter in den Hintergrund und der desselben Gebrauch geht langsam zurück.

Besonders auffällig bei dieser Mangoldart sind die stark hervortretenden Mittelrippen der Blätter, die entweder weiß oder rötlich sind und (samt Stielen) als spargelartiges Gemüse gegessen werden können.

Schnitt- oder Blatt-Mangold: Der Schnitt- oder Blatt-Mangold ist auch als „Beißkohl“ oder „Römischer Kohl“ bekannt. Eine Besonderheit dieser Kohlart ist, dass sie nach dem Schnitt wieder neue Blätter austreibt, die ebenfalls wieder geerntet werden können. Ab und an kommt es sogar vor, dass vor allem die gelben oder roten Varianten als Zierpflanzen gehalten werden.

Ist Mangold gesund?

Die Gemüsesorte Mangold bekommt immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt… und das, obwohl sie eigentlich fast schon vergessen war. Zu den beliebtesten Sorten zählen hier unter anderem Stielmangold und Blattmangold. Doch sie sind nicht nur schmackhaft, sondern auch besonders gesund und wird von einigen Leuten schon als Superfood bezeichnet.

Dies liegt vor allem an dem hohen Nährstoffanteil.  Auch wenn Mangold etwas umständlicher zuzubereiten ist, lohnt sich die Arbeit. Das Gemüse ist -bei einem leicht herben Geschmack- nicht nur aromatisch, sondern auch reich an Vitaminen, Mineralstoffen und voll ungeahnter Vielseitigkeit. Vor allem der Gehalt an Kalzium und Kalium ist enorm, aber auch als Eisenlieferant eignet sich der Mangold ideal.

Doch das pfiffige Gemüse kann noch weit mehr: es dient als perfekte Quelle für die Versorgung mit den Vitaminen-A und –C. Betrachtet man also die Inhaltsstoffe von Mangold ist auffällig, dass es sich hierbei um einen echten Allrounder handelt. Immerhin bekommt der Konsument hier einen Mix aus…:

  • Vitamin A-C-E-K
  • Natrium
  • Magnesium
  • Kalium
  • Kalzium
  • Eisen
  • Zucker in den Stielen

geboten.

Vorsichtig sein sollten allerdings Nierenkranke, da die Mangoldblätter zu den Lebensmitteln gehören, die einen sehr hohen Oxalsäuregehalt aufweisen.

Wo kann man Mangold kaufen und wie lagert man es richtig?

Egal, ob Du Mangold mit weißem oder rotem Stiel gekauft hast, eins haben beide Versionen gemeinsam: wenn Du Mangold nicht richtig aufbewahrst, verliert dieser recht schnell seine Nährstoffe. Worauf Du also bei der Lagerung unbedingt achten solltest, erfährst Du hier.

Auch wenn Mangold ein eher robustes Gemüse ist, hält er sich nicht allzu lange. Wenn Du Mangold richtig aufbewahren möchtest, ist es wichtig, das Gemüse nicht einfach so liegen zu lassen, da es ansonsten erschlafft und seine Nährstoffe verliert. Deshalb ist es unerlässlich, das Gemüse richtig zu lagern.

Dazu wickelst Du den Mangold in ein feuchtes Trockentuch bzw. in eine Frischhaltetüte, um die Haltbarkeit ein wenig zu verlängern. Mit diesem Trick ist es möglich, dass sich der Mangold noch wenigstens zwei weitere Tage im Gemüsefach des Kühlschranks frisch hält, bevor er beginnt, zu vertrocknen.

Alternativ kannst Du auch noch auf eine weitere Option zurückgreifen: Friere den Mangold einfach ein! Zuvor ist es jedoch wichtig, den Mangold gründlich zu waschen, zu putzen und gegebenenfalls auch zu zerkleinern.

Wenn Du jetzt gleich zum Gefrierbeutel greifen willst, ist das natürlich möglich. Jedoch wäre es besser, wenn Du den Mangold noch vorher blanchierst. Dies hat den Vorteil, dass das Gemüse auch nach dem Einfrieren seine Farbe und auch sein Aroma beibehält.

Zusammengefasst bedeutet das:

  • Schritt 1: Den Mangold für circa eine Minute in siedend heißes Wasser geben und anschließend mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen.
  • Schritt 2: Den gerade aus dem heißen Wasser entnommenen Mangold sofort im Eiswasser abkühlen, dann herausnehmen und abtropfen lassen. Anschließend mit Küchenpapier gut abtrocknen.
  • Schritt 3: Nun kannst Du ihn portionsweise in die bereitgelegten Gefrierbeutel geben, die Luft aus dem Beutel herausdrücken, sofort verschließen und einfrieren. Dadurch hält sich der Mangold in der Regel bis zu 12 weitere Monate.

Mangold richtig zubereiten

Wenn Du Mangold richtig zubereiten willst, solltest Du einige Punkte beachten. Wichtig ist hier vor allem, dass Du das Gemüse richtig putzt und auch schneidest. Wie das geht, dass erfährst Du hier:

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Du den Strunk des Mangolds nicht verwenden kannst und dieser deshalb immer großzügig zu entfernen ist. Hier wird zunächst immer das Strunkende abgeschnitten, da der Kopf daraufhin in mehrere Teile zerfällt.

Braune oder welke Stellen solltest Du am besten gleich entfernen, daher empfiehlt sich stets ein prüfender Blick. Die weitere Zubereitung ist meist stark vom vorliegenden Rezept abhängig. Schneide also die Blätter und Stiele in die gewünschte Form. Letztere müssen immer zuerst in den Topf gegeben werden, da sie einen längeren Zeitraum zum Garen benötigen. Wenn Du nun also Mangold zubereiten willst, dann halte Dich im ersten Schritt an die zwei maßgeblichen Punkte:

  • Mangold gründlich putzen
  • Strunk abschneiden.

Mangold Rezepte

Mangold wird immer beliebter, deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass man im Internet auch viele einschlägige Rezepte findet. Für die heimische Testküche eignet sich besonders das Mangoldröllchen als Vorspeise oder Zwischengang.

Mangold mit asiatischer Füllung

Zutaten für zwei Portionen:

  • vier Mangoldblätter
  • 200 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 EL Sojasoße
  • ½ TL geraspelte Ingwerwurzel
  • Salz, Pfeffer und weitere Gewürze oder Kräuter nach Wahl
  • drei getrocknete Shiitake-Pilze
  • 300 g Glasnudeln

Zubereitung:

  • Putze die Mangoldblätter und blanchiere diese im Dampfgarer bei 100 Grad für zwei Minuten. Danach vorsichtig unter kaltem Wasser abschrecken und trocken tupfen.
  • Als nächstes weichst Du die Pilze ein und vermengst das Hackfleisch mit Sojasoße und der halben, geraspelten Ingwerwurzel. Nun noch mit Salz und Pfeffer (und Gewürzen nach Wahl) abschmecken, die Pilze fein hacken und zusammen mit den Glasnudeln zu der vermengten Masse aus Hackfleisch mit Sojasoße hinzugeben; anschließend gut verrühren
  • Zum Abschluss verteilst Du die Masse auf den blanchierten Blättern. Rolle diese fest auf, damit nichts herausquillt und lasse die Mangoldröllchen zehn Minuten im Dampfgarer bei 100 Grad garen. Serviere zu Deinen Mangoldröllchen idealerweise süß-saure oder scharfe Dips.

Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *